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Hamburg

Hamburg 8. und 9.März 2003

Nach der erfolgreichen Fahrt vor 2 Jahren ins Technikmuseum nach Speyer ging es in diesem Jahr per Bus Richtung Hamburg. Ziel war das Miniaturwunderland, die größte digitale Modelleisenbahnanlage der Welt im Maßstab 1:87.

Treffen war um 6.45 Uhr auf dem bewachten Parkplatz „Sauer“ in Hachen.

Leichter Nieselregen - die Frisur hält.

Gegen 12.30 Uhr erreichte der Bus Hamburg und steuerte die Speicherstadt, vielen noch als Freihafen bekannt, an.

Kein Regen, leichter Wind – die Frisur hält.

In einem dieser ehemaligen Lagerhäusern war im 4. Stock die Modelleisenbahn untergebracht. Wie es sich für den MCS gehört, fuhren die meisten Teilnehmer mit dem Aufzug, um danach wieder in den 3. Stock zu laufen, da sich die Schlange der um Einlass anstehenden Besucher bereits auf das Treppenhaus ausgeweitet hatte. Doch die Betreiber des Miniaturwunderlandes reichten für die Wartenden kostenlos (!) nicht alkoholische Getränke, Bonbons und für die Kleinen Eis.

Bernd erklärte uns bereits im Vorfeld der Fahrt, dass immer nur eine gewisse Anzahl von Besuchern eingelassen werden, damit sich das Gedränge in Grenzen hält. Der Rest muss warten, bis Besucher die Hallen wieder verlassen.

Nach ca. 30 Minuten Wartezeit kam für uns das Signal zum Einlass.

Eine beeindruckende Modelleisenbahn empfing uns.

Nachgebildet waren deutsche Landschaften von der Nordsee bis zu den Alpen.

In einer weiteren Halle war gerade Amerika im Bau.

Hier ein paar Daten:

- 450 Züge mit ca. 5.000 Waggons

  • · - über 6 Kilometer Gleis
  • · - über 500 m² Anlagenfläche
  • · - 30.000 Lichtquellen
  • · - 30.000 Figuren
  • · - 3.000 beleuchtete Autos
  • · - 50.000 Bäume und 3.000 Gebäude
  • · - computergesteuertes Car- System (fahrende Autos)
  • Die Masse der Details erschlug uns. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich folgende Gespräche entwickelten:
  • „Hast Du die Wasserleiche gesehen?“ „Welche Wasserleiche?“ „Na die unter dem Bungeespringer!“ „Welcher Bungeespringer? Aber hast Du denn den kreisenden Hubschrauber entdeckt?“ „Was für einen Hubschrauber?“ usw!!!

    Überzeugend war auch die Darstellung der Tages- und Nachtzeiten. Es war nicht so, dass alle 30 Minuten einfach die Hallenbeleuchtung ausgeknipst wurde. Vielmehr wurde auch die Dämmerung dargestellt und nach und nach die Beleuchtung der Häuser, Lampen und Autos eingeschaltet. Viele bewegte Details konnten durch die Besucher per Knopfdruck eingeschaltet werden.

    Sonja fand insbesondere die Nachbildung des Hamburger Fußballstadions beeindruckend. Darin saßen nämlich hunderte von Zuschauern!

    Nach der Besichtigung konnte man sich in einem angeschlossenen Restaurantbetrieb stärken und abschließend auf eine Einkaufstour Rund um das Thema Modelleisenbahn und Hamburg starten. Z.B. hatten die Betreiber bei div. Herstellern von Modellautos je 10.000 Modelle geordert. Überzählige Exemplare konnte man jetzt ab 3 € erwerben. Da habe ich natürlich zugeschlagen.

    Gegen 16.00 Uhr trafen wir uns wieder am Bus.

    Mittelstarker Regen – Frisur hält.

    Anschließend wurde das Hotel aufgesucht und die geräumigen Zimmer bezogen.

    Da es zwischenzeitlich angefangen hatte, wie aus Kübeln zu schütten, entschieden sich die Teilnehmer für den Verbleib im Hotel und das dortige Restaurant zu testen.

    Nach der Einnahme eines leckeren Fischbuffets und dem Vernichten von Hefeteilchen an der Hotelbar begab man sich zur Ruhe.

    Während im Sauerland die Sonne schien, erwartete uns in Hamburg ein grauer Morgen! Sämtliche Schleusen hatten sich geöffnet und es pis... in Strömen. Die Frisuren wurden mit bekannten Haarpflegeprodukten gepflegt und der Weg zum Frühstückraum angetreten. Wir wurden nicht enttäuscht.

    So verließen wir gegen 9.30 Uhr mit dicken Bäuchen das Hotel, um uns zu den Landungsbrücken nach St. Pauli zu begeben.

    Hier stieg ein Stadtführer zu und wir starteten zu einer 2- stündigen Rundfahrt.

    Nach der Ankündigung, dass in Hamburg die meisten Millionäre wohnen, wurden die entsprechenden Wohngebiete an der Alster aufgesucht. Karl Dall und Erich Böhme teilen sich hier ein Anwesen und auch mehrere Modeschöpfer wählten Hamburg aus.

    Bei den Teilnehmern setzte sich aber die Meinung durch, dass weder die Häuser noch die Aussicht auf die Alster die wahnsinnigen Grundstückspreise rechtfertigen. Doch unser Stadtführer bemerkte immer wieder, wie toll doch alles wäre! Der war wohl noch nie aus Hamburg raus gekommen!!! Wohl noch nie im Sauerland gewesen – Langscheid mit dem Blick auf die Sorpe, oder Hachen mit der Röhr im Garten! Ist halt ein armes Nordlicht gewesen!!!

    Die Innenstadt war durch das schöne Rathaus geprägt, dass für mehrere Millionen renoviert worden war. Bei der Vorbeifahrt am Haus der Raubritter (Finanzamt) gab uns das Nordlicht folgende Information: „Die erhalten jeden Morgen ein Glas mit Milch, damit wenigstens der Magen arbeitet!“ Vorschlag: Ration streichen, damit wieder Geld in die Kassen kommt.

    Vorbei ging es auch an einem Museumsneubau, dessen Hässlichkeit nur durch das neue Bundeskanzleramt in Berlin übertroffen wird.

    Nach der obligatorischen Fahrt (!) über die Reeperbahn (Anm. d. Red.: sehr schmutzige und dunkle Gegend, muss man nicht gewesen sein!) ging es zurück zu den Landungsbrücken.

    Wir hatten hier noch 3 Stunden zur freien Verfügung. Während der eine Teil sich mit Booten den Hafen anschaute, ging der andere Teil durch den Elbtunnel (zu Fuß!!!). Zwischenzeitlich hatte der Regen an Stärke wieder zugenommen und die Frisuren waren endgültig im A...

    Durch den Marsch hungrig geworden, der dicke Bauch hatte sich auch schon wieder zurückgebildet (na ja, mehr oder weniger), beendete man den Aufenthalt in Hamburg bei einem Italiener mit Blick auf den Hafen.

    Gegen 19.00 Uhr trafen wir wieder in Hachen ein und eine schöne Wochenendtour ging zu Ende.

     

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